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Was uns der September schenken möchte

Wenn Reife plötzlich ganz anders aussieht

Vor einigen Tagen wurde mir bewusst, dass ich in diesem September meinen siebzigsten Geburtstag feiern werde. Während ich die letzten Vorbereitungen für dieses besondere Fest traf, schlich sich zunächst der alte Gedanke ein, den vermutlich viele Frauen gut kennen: Wie bekomme ich nur alles organisiert? Wer muss noch informiert werden? Woran darf ich auf keinen Fall vergessen?

Doch diesmal blieb dieser Gedanke nicht lange.

Statt immer neue Aufgaben auf meine Liste zu schreiben, traf ich eine Entscheidung, die sich zunächst ganz unscheinbar anfühlte und doch so vieles veränderte. Meine Gäste mit einer längeren Anreise werden direkt im Hotel der Veranstaltung übernachten. Plötzlich kehrte Ruhe ein. Ich wusste, dass ich mich am Morgen meines Geburtstags nicht um Fahrten, Unterkünfte oder letzte Kleinigkeiten kümmern müsste. Ich darf diesen Tag beginnen, indem ich zuerst gut für mich selbst sorge und anschließend ganz in Ruhe im Saal meiner Feier ankomme.

In genau diesem Moment wurde mir etwas klar. Vielleicht bedeutet Reife gar nicht, älter zu werden. Vielleicht bedeutet Reife, liebevoller mit sich selbst umzugehen.

Der September malt seine eigene Geschichte

Wann immer der September beginnt, spüre ich, wie sich etwas in mir verändert. Es sind nicht nur die kürzer werdenden Tage oder die etwas frischeren Morgenstunden. Es sind die kleinen Zeichen der Natur, die mich jedes Jahr aufs Neue berühren.

Die Äpfel werden von Tag zu Tag röter und erinnern daran, dass vieles Zeit braucht, bevor es seine volle Reife entfalten kann. Die Sonnenblumen richten ihre leuchtenden Blüten noch einmal dem Himmel entgegen, als wollten sie sagen, dass Strahlen nichts mit Perfektion zu tun hat, sondern mit dem Mut, sich dem Licht zuzuwenden. Und wenn sich schließlich die ersten Blätter in warme Gold-, Orange- und Rottöne verwandeln, öffnet die Natur ihren ganz eigenen Malkasten und zeigt uns, wie wunderschön Veränderung aussehen kann.

Vielleicht liebe ich den September auch deshalb so sehr, weil er mich an meine Kindergeburtstage erinnert. Es war diese besondere Zeit im Jahr, in der der Sommer noch einmal seine angenehme Wärme schenkte und wir unbeschwert im Garten feiern konnten. Diese Erinnerungen tragen bis heute ein Gefühl von Geborgenheit, Leichtigkeit und Freude in sich. Der September fühlt sich für mich nicht wie ein Abschied an. Er fühlt sich wie ein liebevolles Ankommen an.

Der September malt seine eigene Geschichte

Wenn wir den September bewusst erleben, lädt er uns ein, nicht mehr nur auf das zu schauen, was noch vor uns liegt. Viel häufiger dürfen wir erkennen, was bereits gewachsen ist. All die Erfahrungen, Entscheidungen, Begegnungen und kleinen Schritte, die wir oft gar nicht mehr wahrnehmen, weil unser Blick schon wieder auf das nächste Ziel gerichtet ist.

Gerade wir Frauen neigen dazu, unsere Aufmerksamkeit auf das zu richten, was noch nicht geschafft wurde. Dabei übersehen wir manchmal die Früchte unseres eigenen Lebens. Der September erinnert uns daran, dass wir unsere Ernte würdigen dürfen. Nicht aus Stolz oder Überheblichkeit, sondern aus Dankbarkeit für all das, was wir bereits gemeistert haben.

Ich habe den Eindruck, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, sich selbst mit den gleichen liebevollen Augen zu betrachten, mit denen wir so oft andere Menschen sehen.
Vielleicht kennst du solche Momente auch, in denen du spürst, wie viel Kraft es kostet, immer weiter gegen etwas anzukämpfen. Genau darum geht es auch in meinem aktuellen Video. Ich teile darin drei Inspirationen mit dir, die dich daran erinnern dürfen, dass mehr Leichtigkeit manchmal genau dort beginnt, wo wir aufhören, gegen unser eigenes Leben anzukämpfen.

🎥 Der Moment, in dem du aufhörst, gegen dein Leben anzukämpfen

3 Inspirationen für mehr Leichtigkeit

Vielleicht bin ich im Herzen ein Sonnenblumenkind

Immer wieder frage ich mich, warum mich Sonnenblumen so glücklich machen. Vielleicht, weil sie mich an etwas erinnern, das ich in meinem eigenen Leben immer mehr entdecke.

Sie entschuldigen sich nicht dafür, dass sie groß geworden sind. Sie verstecken ihr Leuchten nicht. Sie vergleichen sich nicht mit den Blumen neben ihnen. Sie stehen einfach dort, wenden sich dem Licht zu und schenken ihre ganze Schönheit der Welt.

Vielleicht dürfen auch wir Frauen genau das lernen. Nicht mehr ständig beweisen zu müssen, wie stark wir sind. Sondern uns selbst die Erlaubnis zu geben, leicht zu werden, freundlich mit uns umzugehen und unser eigenes Strahlen wiederzuentdecken.

Vielleicht bin ich deshalb bis heute ein Sonnenblumenkind.

Und vielleicht flüstert mir der September jedes Jahr aufs Neue denselben Satz zu:

Reife bedeutet nicht, älter zu werden. Reife bedeutet, liebevoller mit sich selbst umzugehen.

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Du blickst auf die vergangenen Monate zurück, welche Entscheidung könntest du heute treffen, die dir mehr Leichtigkeit schenkt und gleichzeitig zeigt, dass du liebevoller mit dir selbst umgehst?

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